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Jour Fixe-II: Rückschau

Medienneutrale Erfassung und mehrkanaliges Publizieren – wie geht das?

Vorführung des XML-Publikationsworkflows für die HTWK-Zeitschrift »Streifband«.

Open Office, Adobe InDesign CS3, XML, DocBook und XSL-T – den meisten von uns dürften diese Begriffe durchaus bekannt sein, und wenn nicht war das auch nicht so tragisch, denn Angela Böhl stellte sie und ihren Zusammenhang untereinander leicht verständlich dar. Am 28. April 2010 führte sie als Auftakt zur zweiten Jour Fixe-Reihe im Haus des Buches die Livepräsentation eines XML-Printworkflows am Beispiel der HTWK-Zeitschrift »Streifband« vor.

 

Medienneutral

Heutzutage wird bei der Aufbereitung journalistischer Inhalte nicht mehr ausschließlich auf den Druck, die Printausgabe, hingearbeitet. Stattdessen sollen die Daten auch für andere Medienkanäle wie das Internet genutzt werden. Um unnötigen Mehraufwand in den Arbeitsabläufen des »Cross Media Publishing« zu vermeiden, werden den Inhaltsdaten so genannte Metadaten zugefügt. Damit wird die Grundvoraussetzung für effektive Prozesse der mehrkanaligen Publikation, die strikte
Trennung von Inhalt und Formatierung, geschaffen.

 

XML

Mit Hilfe der »Extensible Markup Language« werden der Text bzw. einzelne Textelemente ausgezeichnet: sie erhalten zusätzliche, übergeordnete Informationen. Beispielsweise können Formatierungen wie etwa unterschiedliche Schriftschnitte oder Schriftarten für die Ausgabe in verschiedenen Medien kenntlich gemacht werden. XML dient vornehmlich dazu, die hierarchische Struktur eines Dokuments zur Ausgabe in verschiedenartige Kanäle zu bestimmen. So können zum Beispiel Überschriften in der Printversion anders dargestellt werden als auf einer Internetseite oder CD-ROM. Zudem lassen sich Daten filtern, man kann also in einer digitalen Bibliothek gezielt nach Titeln oder Autoren suchen.

 

XSL-T

Die mit Open Office erstellten Textdateien können im Anschluss mit Hilfe von XSL-T in das gewünschte Ausgabeformat umgewandelt werden. »Extensible Stylesheet Language Transformation« bedeutet soviel wie erweiterbare Programmiersprache zur Umwandlung von Layouts für XML-Dokumente. Die Stylesheets bzw. Formatvorlagen für das jeweilige Medium werden eingelesen und nach bestimmten, selbst zu bestimmenden Regeln transformiert.

 

Stichwort der Zukunft

Die einzelnen Arbeitsschritte wurden von Frau Böhl in Hinblick auf die Workflow-Automatisierung nachvollziehbar dargestellt. Die ehemalige Studentin der Verlagsherstellung veranschaulichte ihre Demonstration durch übersichtliche, schematische Darstellungen der Arbeitsabläufe.
»Medienneutralität» heißt das Stichwort der Zukunft – ein wahrlich spannendes und sehr wichtiges Thema für Mitarbeiter in der Medienbranche und jene, die es werden wollen.
 
Lust auf Streifband? Hier gibt's mehr.


Autorin: Sandra Grundmann (BMB-08)

 

 

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